Gedankenraum der Körperpoesie
Aktualisiert: 15. Aug.
Tanz ist nicht nur Bewegung. Ausdruck ist nicht nur das, was wir zeigen.
Verkörperung ist nicht nur das, was wir mit unserem Körper tun.
Es kann eine Möglichkeit sein, sich selbst über den Körper zu erfahren.
Manchmal bewegt sich etwas in uns, bevor wir Worte dafür finden. Eine Stimmung, eine Emotion, eine Erinnerung, eine Sehnsucht. Vielleicht entsteht daraus eine Bewegung. Vielleicht ein Tanz. Vielleicht nur ein kleiner Impuls, ein Atemzug oder ein Moment des Innehaltens.
Für mich beginnt genau dort Körperpoesie.
Hier möchte ich Gedanken teilen, Fragen stellen und ihnen nachspüren - über Tanz, Ausdruck, Verkörperung und all das, was sich in unserem Inneren bewegt und durch unseren Körper seinen Ausdruck findet.
Nicht als fertige Antworten. Sondern als Einladung, selbst zu fühlen, wahrzunehmen und vielleicht etwas in sich zu entdecken, das schon lange da ist.
Wenn das Innere in Bewegung kommt
Emotionen und Stimmungen durch Bewegung ausdrücken
Was sich verändert, wenn wir nicht "richtig" tanzen wollen, sondern wahrnehmen
Bewegung als Form des Ausdrucks
Den eigenen Körper anders wahrnehmen
Selbstwahrnehmung und Körpergefühl: Wie bewege ich mich eigentlich? Bin ich eher sanft, zurückhaltend, kraftvoll oder angespannt? Traue ich mich, weicher zu werden und meiner Bewegung mehr Raum zu geben?
Körpersprache als Sprache des eigenen Körpers
Körpersprache ist nicht nur Kommunikation mit anderen. Unser Körper erzählt auch uns selbst etwas. Über Haltung, Spannung, Atem und Bewegung können wir wahrnehmen, was gerade in uns geschieht
Vertraute und ungewohnte Bewegungen: Was fühlt sich selbstverständlich an - und was vielleicht zunächst fremd? Was passiert, wenn ich mich traue, eine Bewegung anders, freier oder ungewohnter zu erleben?
Verkörperung: Was passiert, wenn ich etwas nicht nur denke oder fühle, sondern es tatsächlich körperlich erfahre?
Was Tanz mit unserem inneren Erleben machen kann
Aus dem Denken in den Körper kommen: Manchmal lässt sich etwas nicht zerdenken oder erklären. Erst wenn wir unserem Körper erlauben, sich so zu bewegen, wie er sich in diesem Moment bewegen möchte, beginnt sich etwas zu verändern. Er findet seinen eigenen Weg, ohne dass wir genau wissen müssen, was gerade geschieht.
Emotionen/Empfindungen Raum geben: Nicht jede Empfindung braucht sofort eine Erklärung. Manchmal darf sie sich einfach bewegen, verändern oder sogar lösen.
Anspannung und Stress loslassen: Wenn wir uns wirklich auf Bewegung einlassen, kann etwas geschehen, ohne dass wir es bewusst steuern. Wir werden Präsent und kommen aus dem Kopf heraus - wieder mehr in Kontakt mit dem, was ist.
Wieder bei sich ankommen: Vielleicht ist es genau das, was Tanz manchmal schenken kann: für einen Moment weniger denken, weniger kontrollieren und einfach wieder spüren, dass man da ist.
Ausdruck beginnt nicht erst auf der Tanzfläche
Zu Hause tanzen: es braucht keinen Tanzraum, kein Publikum und keine bestimmte Technik. Nur einen Raum für mich selbst, indem ich mir erlaube.
Mit unterschiedlichen Qualitäten experimentieren: Wie fühlt es sich an, wenn ich mich langsam bewege? Kraftvoll? Weich? Dynamisch? Frei? Zurückhaltend? Was verändert sich dort in meiner Wahrnehmung?
Den eigenen Ausdruck entdecken: Ausdruck zeigt sich nicht immer in großen Bewegungen. Auch eine kleine, zögerliche, kraftvolle oder weiche Bewegung kann etwas von mir erzählen.
Vielleicht beginnt Verkörperung genau hier
Ich muss nicht immer wissen, was sich bewegt. Manchmal darf ich es einfach geschehen lassen.



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